Key takeaways
- Die Preisspannen oben stammen aus den öffentlichen Preisguides deutscher Agenturen. Eine unabhängige Erhebung zu Website Preisen existiert nicht, die Zahlen sind Marktbeobachtung und keine Statistik.
- Agenturstundensätze liegen marktüblich bei 80 bis 150 Euro, Freelancer bei 60 bis 120 Euro.
- Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025. Es trifft vor allem Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr an Verbraucher. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen (§ 3 Abs. 3 BFSG).
- Ein Relaunch ist günstiger als ein Neubau, aber nur wenn die technische Basis stabil ist und die Seitenstruktur übernommen werden kann.
- Laufende Kosten werden regelmäßig unterschätzt. Ohne Wartung entstehen Sicherheitslücken, veraltete Systeme und Ausfälle.
- Wer regional gefunden werden will, braucht ein gepflegtes Google Unternehmensprofil. In Städten wie Mainz belegt das Local Pack drei der obersten fünf Plätze.
Was kostet eine Website 2026?
Für kleine und mittlere Unternehmen liegt der übliche Bereich bei 3.000 bis 12.000 Euro. Darunter gibt es Onepager ab etwa 1.500 Euro, darüber beginnen Projekte mit Shop, Buchungssystem oder Mehrsprachigkeit.
Grobe Orientierung nach Projekttyp, zusammengetragen aus den Preisangaben deutscher Agenturen im Jahr 2026:
- Onepager oder Landingpage: 1.500 bis 7.000 Euro
- Kleine Unternehmenswebsite mit fünf bis acht Seiten: 3.000 bis 8.000 Euro
- Corporate Website mit Blog, Referenzen und Teamseiten: 6.000 bis 15.000 Euro
- Onlineshop: ab 10.000 Euro, nach oben offen
Diese Spannen sind keine Preisliste und keine erhobene Statistik. Verschiedene Anbieter nennen für dieselbe Beschreibung unterschiedliche Summen, weil hinter dem Wort „Website" ganz unterschiedliche Leistungstiefen stecken. Wer drei Angebote mit drei verschiedenen Summen bekommt, hat meist drei verschiedene Leistungsumfänge vor sich.
Welche laufenden Kosten kommen nach dem Livegang dazu?
Rechnen Sie mit 50 bis 300 Euro im Monat für Hosting, Domain, Backups und Wartung. Bei aktiver Suchmaschinenbetreuung kommen je nach Anspruch mehrere hundert Euro monatlich hinzu.
Der Posten wird oft übersehen, weil er im Angebot separat steht. Dahinter liegen konkrete Aufgaben: Sicherheitsupdates des Content Management Systems, Kompatibilität der Erweiterungen, SSL Zertifikat, Backups und regelmäßige Prüfung der Ladezeiten. Manche Anbieter kalkulieren den Erstellungspreis bewusst niedrig und verdienen über teure Wartungsverträge. Fragen Sie deshalb vor Auftragsvergabe nach den laufenden Kosten für die ersten drei Jahre, nicht nur nach dem Projektpreis.
Baukasten, Freelancer oder Agentur: was passt wann?
Das hängt weniger vom Budget ab als davon, wie viel Strategie und Technik Sie brauchen und wie viel Sie selbst machen wollen.
| Weg | Typischer Preis | Sie liefern | Passt, wenn | Schwachstelle |
|---|---|---|---|---|
| Baukasten (Wix, Jimdo, Squarespace) | ab etwa 15 € monatlich plus eigene Zeit | Texte, Bilder, Umsetzung | Idee testen, digitale Visitenkarte, minimales Risiko | eingeschränkte Technik, schwerer Umzug zu anderem System |
| Freelancer | 60 bis 120 € Stundensatz | Inhalte, Feedback | klarer Umfang, direkter Draht, kleines bis mittleres Projekt | Ausfallrisiko bei einer Person, selten Strategie plus Technik plus Text in einer Hand |
| Kleine Agentur | 80 bis 150 € Stundensatz, Projekte meist 3.000 bis 12.000 € | Wissen über Ihr Geschäft | Sie brauchen Konzept, Texte und Technik gebündelt | teurer als Freelancer, Ergebnis hängt an der Person im Projekt |
| Große Agentur | ab etwa 15.000 € | Freigaben, Abstimmung | komplexe Projekte, mehrere Abteilungen, Shop | Overhead, wechselnde Ansprechpartner |
Die Stundensätze sind marktüblich und in mehreren deutschen Preisguides konsistent. Die Projektsummen schwanken stärker, weil der Leistungsumfang stärker schwankt.
Relaunch oder Neubau?
Ein Relaunch lohnt sich, wenn die technische Basis stabil ist und die Seitenstruktur übernommen werden kann. Ist die Seite auf einem veralteten System, langsam oder nicht mobil bedienbar, ist ein Neubau meist günstiger als die Reparatur.
Der Unterschied zum Redesign: Ein Redesign modernisiert nur Gestaltung und einzelne Inhalte, das technische Grundgerüst bleibt. Ein Relaunch tauscht auch die Technik oder die Struktur. Wichtig bei beiden: Bestehende URLs müssen per Weiterleitung erhalten bleiben, sonst verliert die Seite ihre bisherige Sichtbarkeit in der Suche.
Wie läuft ein Website Projekt ab und wie lange dauert es?
In vier Phasen: Erstgespräch, Konzept, Umsetzung, Start und Betreuung. Für eine Unternehmenswebsite mittlerer Größe sind sechs bis zwölf Wochen realistisch, wobei die Wartezeit fast immer beim Auftraggeber entsteht, nicht beim Dienstleister.
- Erstgespräch. Wo stehen Sie, wen wollen Sie erreichen, was soll die Website leisten.
- Konzept. Seitenstruktur, Inhalte, Gestaltungsrichtung, technische Grundlage. Hier wird entschieden, was die Website sagt.
- Umsetzung. Texte, Design, Technik. Zwischenstände zur Freigabe.
- Start und Betreuung. Domain, Hosting, Veröffentlichung, danach Pflege.
Der häufigste Verzögerungsgrund sind fehlende Inhalte: Bilder, Referenzen, Freigaben. Wer vor Projektstart klärt, wer im Unternehmen Inhalte liefert und freigibt, spart in der Praxis mehrere Wochen.
Was muss der Auftraggeber selbst liefern?
Wissen über das eigene Geschäft und verbindliche Freigaben. Texte, Struktur und Gestaltung kann ein Dienstleister übernehmen, Ihr Angebot und Ihre Kunden kennen Sie besser.
Konkret hilfreich: eine Liste Ihrer Leistungen, zwei bis drei typische Kundenanfragen, Ihre Alleinstellung gegenüber dem Wettbewerb vor Ort, Bildmaterial von Team, Arbeit oder Räumen. Handyaufnahmen reichen aus. Wer keine Texte, keine Bilder und keine Domain hat, kann trotzdem starten, muss dann aber mehr Zeit für Gespräche einplanen.
Muss meine Website barrierefrei sein?
Das hängt davon ab, was Sie über die Website anbieten und wie groß Ihr Unternehmen ist. Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025 und betrifft vor allem Anbieter, die Verbrauchern Produkte oder Dienstleistungen im elektronischen Geschäftsverkehr anbieten, also Onlineshops, Buchungsportale, Bankdienstleistungen, Telekommunikation und E Books.
Die wichtigste Ausnahme steht in § 3 Abs. 3 BFSG: Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme sind bei Dienstleistungen befreit. Beide Bedingungen müssen erfüllt sein. Für Produkte gilt die Ausnahme nicht.
Für viele reine Informationsseiten kleiner Betriebe besteht damit keine Pflicht. Das ist kein Freibrief: Wer verbindliche Onlinebuchungen oder Vertragsabschlüsse über die Seite anbietet, sollte den eigenen Status prüfen. Technischer Maßstab ist die Norm EN 301 549, die auf die Web Content Accessibility Guidelines der Stufe AA verweist. Das ist keine Rechtsberatung, im Zweifel gehört die Frage zum Anwalt.
Woran erkennt man ein seriöses Angebot?
An einer prüfbaren Leistungsbeschreibung. Ein gutes Angebot nennt Seitenzahl, Funktionen, wer Texte schreibt, wie viele Korrekturschleifen enthalten sind und was der Betrieb nach dem Start kostet.
Weitere Punkte, die im Angebot stehen sollten: Wem gehören Domain, Quellcode und Bilddaten nach Projektende, welches System wird eingesetzt, wie lange läuft ein möglicher Wartungsvertrag und wie kommt man wieder heraus. Vorsicht bei Angeboten, die einen auffällig niedrigen Erstellungspreis mit langer Vertragsbindung kombinieren, und bei Verträgen, in denen die Domain auf den Dienstleister läuft.
Woran Website Projekte scheitern
Meist an fehlenden Inhalten und unklaren Entscheidungswegen, selten an der Technik.
Die häufigsten Ursachen: Der Umfang wird während des Projekts erweitert, ohne dass Preis und Termin angepasst werden. Freigaben verteilen sich auf mehrere Personen ohne klare Zuständigkeit. Texte sollen „später noch kommen" und kommen nie. Beim Relaunch werden alte URLs nicht weitergeleitet, wodurch bestehende Rankings verloren gehen. Und nach dem Livegang kümmert sich niemand um Pflege, weil das im Projekt nie geregelt wurde.
Webdesign in Mainz und Rhein Main: worauf es regional ankommt
Regional gewinnt nicht die schönste Seite, sondern der vollständigste lokale Auftritt. Wer in Mainz gefunden werden will, braucht ein gepflegtes Google Unternehmensprofil mit Adresse, Öffnungszeiten und Bewertungen, dazu eine eigene Seite zum Thema mit Ortsbezug.
In der Google Suche nach „webdesign mainz" (Stand 13. September 2026) belegen Einträge aus dem Local Pack drei der obersten fünf Positionen. Acht der zehn organischen Treffer sind eigene Stadtseiten unter einer URL wie /webdesign-mainz, keine Startseiten. Jeder sichtbare Wettbewerber hat Google Bewertungen, überwiegend zwischen 20 und 64 Stück. Wer kein Unternehmensprofil hat, ist für den größeren Teil dieser Ergebnisseite technisch nicht erreichbar.
Was ändert sich durch KI Antworten für Ihre Website?
Suchanfragen werden zunehmend direkt in der Antwort beantwortet, statt in einer Trefferliste. Für Ihre Website heißt das: Sie muss nicht nur ranken, sondern zitierfähig sein.
Der Unterschied zur klassischen Suchmaschinenoptimierung ist praktisch, nicht philosophisch. Klassisches SEO sorgt dafür, dass eine Seite gefunden und richtig eingeordnet wird: saubere Struktur, klare Seitentitel, schnelle Ladezeiten, strukturierte Daten nach schema.org. Generative Engine Optimization setzt darauf auf und fragt zusätzlich: Steht auf der Seite eine Aussage, die ein Antwortsystem übernehmen kann? Das bedeutet konkrete Zahlen statt Adjektiven, direkte Antworten am Anfang jedes Abschnitts, genannte Quellen, ein erkennbarer Absender und ein sichtbares Datum.
Der Begriff selbst ist im deutschen Markt noch neu. Bei Google Ads wird für „generative engine optimization" in Deutschland kein Suchvolumen ausgewiesen. Als Suchbegriff trägt er also noch nicht, als Arbeitsweise schon.
FAQ
- Was kostet eine Website mit fünf Seiten?
- Für eine kleine Unternehmenswebsite mit etwa fünf bis acht Seiten, individuellem Design, Kontaktformular und Grundoptimierung für Suchmaschinen liegen die üblichen Marktpreise bei 3.000 bis 8.000 Euro. Nach unten gibt es günstigere Angebote, die meist auf angepassten Vorlagen basieren. Der Preis hängt vor allem daran, ob Texte und Bilder mitgeliefert werden.
- Wie lange dauert es, bis die Website online ist?
- Für eine Unternehmenswebsite mittlerer Größe sind sechs bis zwölf Wochen realistisch. Die Umsetzung selbst ist selten der Engpass. Verzögerungen entstehen fast immer durch fehlende Inhalte oder ungeklärte Freigaben auf Auftraggeberseite.
- Wem gehören Domain und Website nach dem Projekt?
- Das sollte schriftlich im Angebot stehen. Sinnvoll ist, dass die Domain auf Ihr Unternehmen registriert ist und Sie nach Projektende vollen Zugriff auf Inhalte und Daten haben. Läuft die Domain auf den Dienstleister, wird ein späterer Anbieterwechsel unangenehm.
- Brauche ich WordPress?
- Nein. WordPress ist verbreitet und flexibel, bringt aber laufenden Pflegeaufwand durch Updates und Erweiterungen mit. Für überschaubare Unternehmensseiten ohne häufige Inhaltsänderungen sind schlankere Lösungen oft schneller und sicherer. Entscheidend ist, wie oft Sie selbst Inhalte ändern wollen.
- Muss meine Website barrierefrei sein?
- Das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz gilt seit dem 28. Juni 2025, betrifft aber vor allem Anbieter im elektronischen Geschäftsverkehr an Verbraucher. Kleinstunternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Bilanzsumme sind bei Dienstleistungen ausgenommen. Viele reine Informationsseiten kleiner Betriebe fallen damit nicht darunter, im Zweifel sollte ein Anwalt den Einzelfall prüfen.
- Was ist der Unterschied zwischen SEO und GEO?
- SEO sorgt dafür, dass Suchmaschinen eine Seite finden und richtig einordnen: Struktur, Seitentitel, Ladezeiten, strukturierte Daten. GEO setzt darauf auf und optimiert dafür, dass KI Antwortsysteme Inhalte übernehmen können: direkte Antworten, konkrete Zahlen, genannte Quellen, erkennbarer Absender, sichtbares Datum. Beides nutzt dieselbe technische Grundlage.
- Lohnt sich ein Relaunch oder soll ich neu bauen?
- Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Technik stabil ist und die Struktur bleiben kann. Bei veralteten Systemen, langsamen Ladezeiten oder fehlender mobiler Bedienbarkeit ist ein Neubau meist günstiger. Wichtig in beiden Fällen: bestehende URLs per Weiterleitung erhalten, sonst geht die bisherige Sichtbarkeit verloren.
- Was kostet der Betrieb pro Monat?
- Hosting, Domain und Wartung liegen marktüblich bei 50 bis 300 Euro monatlich, je nach Anspruch an Geschwindigkeit, Backups und Sicherheit. Ohne Wartung entstehen mit der Zeit Sicherheitslücken und Kompatibilitätsprobleme. Fragen Sie diesen Posten vor Auftragsvergabe explizit ab.
Quellen
- Bundesfachstelle Barrierefreiheit, Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: https://www.barrierefreiheit-dienstekonsolidierung.bund.de/Webs/PB/DE/gesetze-und-richtlinien/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz/barrierefreiheitsstaerkungsgesetz-node.html
- Gesetzestext BFSG über das Bundesministerium der Justiz: https://www.gesetze-im-internet.de
- schema.org, Vokabular für strukturierte Daten: https://schema.org
- Google Search Central, Dokumentation zu strukturierten Daten: https://developers.google.com/search/docs/appearance/structured-data
- Google Unternehmensprofil, Hilfe zur lokalen Sichtbarkeit: https://support.google.com/business